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-ic or -ical, that is the question!

In den USA ist am Montag die zweite Staffel von <Heroes> gestartet. Über den Sommer wurde der interessierte Zuschauer bereits mit einer Menge neuer <”graphic novels”> bei Laune gehalten. Es werden teils sehr interessante Hintergrundinfos offenbart. Prädikat “lesenswert”.
Was mich an den novels generell stört ist die Bezeichnung. Meinem Bauchgefühl nach müßte es “graphical novels” heißen, dennoch steht überall immer nur “graphic”. Also habe ich mich auf die Spur begeben: ist mein Bauch einem skandalösen grammatikalischen Fehler als Folge eines noch skandalöseren Sprachverfalls innerhalb der anglo-amerikanischen Gesellschaft auf der Spur? Oder aber irrt sich mein Bauch und ist demzufolge selbst sprachlich deformiert? Fündig werde ich im “Excercises in collocational English”, einem Buch, das bisher geschätzten zehntausend Anglistikstudenten in Münster das Leben zur Hölle gemacht hat. Es ist ein rund 700-seitiger Schmöker mit allerlei Skurrilitäten der englischen Sprache, die ein Studierender beherrschen muß, um die anglistische Zwischenprüfung zu bestehen. Dort finde ich in einer Einleitung zum Thema “-ic or -ical”:

“In general the -ical form is obsolescent: except in certain formulas, -ic is fast dispossessing -ical . . .”
(Eric Partridge, Usage and Abusage).

Das ganze versehen mit dem Merksatz:

“So, when in doubt, use -ic!”

Und in der Tat ist das gesuchte Wort in einer Liste verzeichnet, die den “-ic”-Gebrauch vorschreibt. Wie tragisch! Mein sprachliches Bauchgefühl ist somit altmodisch bzw. veraltet und es heißt in der Tat “graphic novels”. Während ich dies schreibe, knurrt mein Magen. Ob vor Hunger oder wegen der dramatic (!) defeat … wer weiß?

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