<Ann Coulter> ist eine rechtskonservative amerikanische Journalistin und Autorin. Der englische The Observer nannte sie einen <”republikanischen Michael Moore”>, ihre Polemiken lassen keinen Rezipienten kalt. Sie ist soetwas wie ein amerikanischer Gegenentwurf zu <Henryk M. Broder>: weiblich, rechtsgerichtet, ohne Moral und gesunden Menschenverstand. Auf der diesjährigen <Conservative Political Action Conference> hat sie sich so entschieden gegen den Präsidentschaftskandidaten John McCain gestellt, daß einem als Zuhörer nur die Ohren schlackern konnten.
“A serious case could be made to support Hillary Clinton,” she declared, offering the analogy of Winston Churchill backing Stalin in the fight against Hitler in WWII. “I’m not equating Hillary Clinton to Stalin, and if I did I apologize to Stalin’s descendents… I’m not comparing McCain to Hitler. Hitler had a coherent tax policy.”
via Sam Stein, <The Huffington Post>, 8. Februar 2008
In Deutschland wäre eine solche Rede das Ende jedweder öffentlichen Laufbahn. Und selbst wenn man den verkrampften Umgang der Deutschen mit dem Dritten Reich und daraus resultierende überzogene Reaktionen wie diesen Artikel außen vor läßt: einen Politiker eines demokratischen Landes bei einer öffentlichen Wahlkampfveranstaltung mit Hitler gleichzusetzen ist einfach eine ungeheuer dumme Beleidigung, selbst für einen mißratenen Witz unverzeihlich.
Es wäre natürlich dennoch sehr verlockend, Ann Coulter als Gast bei Johannes B. Kerner zu sehen – ein neues, verlogenes TV-Ereignis des Jahres. “Tut mir leid, liebe Ann, aber Hitler, das geht gar nicht!”
—
Rechtskonservative Polemik ruft natürlich Feinde hervor. Im Internet kursieren zum Beispiel mehre Versionen eines “Hitler vs. Coulter Quiz”. Eines davon kann man <hier> spielen.
Druckversion
Einen Kommentar abgeben