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Chrome wasn’t build in a day

Google hat diese Woche seinen eigenen Browser namens Chrome veröffentlicht. Jeder Google-Hasser freut sich über die Berichte über inakzeptable EULA (EULA?), Heimfunk zum Google-HQ oder die Warnung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik. Aber niemand mag Positives über Chrome sagen.

Niemand? Doch, eine paar tapfere Gallier Blogger finden sich dann doch.

[...] dabei ist Googles Chrome im Vergleich zu anderen Unternehmen recht vorbildlich: In den Nutzungsbedingungen steht klar, an welchen Stellen welche Daten übertragen werden. Diese Daten werden verschlüsselt übertragen, um sie gegen Diebstahl zu schützen. Es werden nur Daten übertragen, deren Versand notwendig ist, um dem Benutzer sinnvolle Funktionen zur Verfügung zu stellen, und jede dieser Funktionen ist abschaltbar. Darüber hinaus stellt Google auch noch den Quellcode des Programms zur Verfügung, sodass jeder genau überprüfen kann, wann welche Daten wie übertragen werden. Und wenn mir das alles nicht gefällt kann ich mir meine eigene Version von Chrome basteln, oder jemanden anderen basteln lassen, ohne irgendjemandem Rechenschaft darüber schuldig zu sein. So viel Freiheit bietet kein anderer Browser, nicht einmal Firefox.
Max Winde und Johnny Haeusler, “Wir sind BILD: The Chrome Conspiracy“, Spreeblick.

google-chrome-logoZu den datenschutzrechtlichen Irritationen kommt hinzu, daß Chrome alles andere als glänzt. Ja, der Browser ist klein und schlank. Ja, er ist schnell. Ja, die GUI sieht klasse aus. Und nochmal: Ja, er ist schnell. Wirklich schnell. Vor allem webzwonullige Seiten wie YouTube oder Blogs wie WordPress werden außerordentlich zügig dargestellt, d. h. daß die eigens entwickelte JavaScript-Engine gute Arbeit leistet.

Das Bedienkonzept mag gewöhnungsbdürftig sein, aber es ist vor allem noch nicht ausgereift. Die Lesezeichenverwaltung ist unterirdisch und mir fehlen meine “Notizen“. Der Browser stürzt gerne ab und die Theorie, daß nur Tabs, aber nicht der ganze Browser abstürzen, bewahrheitet sich in der Praxis nicht.

Aber Chrome ist bisher eine Betaversion, und auch wenn der Begriff “Beta” durch das Web 2.0 komplett aufgeweicht wurde, so kann man sich sicher sein, daß der Browser sehr anders aussehen und handzuhaben sein wird wenn Google die Version 1.0 veröffentlicht.

Es steckt eine Menge Potential in diesem kleinen, schlanken, schnellen Ding. Aber für den Moment ist er keine Konkurrenz für meinen geliebten Opera.

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