blog.dziwak.de

::medienfussbasketballnerdkram::

Das Ende des Wissens wie wir es kennen

Früher, als Computer noch Amiga hießen, ging man zur Vorbereitung eines Referats oder ähnlichem nach der Schule in die Stadtbücherei. Dort stand in einem eigenen Regal DER BROCKHAUS. “Muß ich mal im Brockhaus nachschauen” und “Schlag’ das mal im Brockhaus nach” hieß es immer. Diese Zeiten sind nun vorbei. Das Ende der Papiertiger ist gekommen. Am gleichen Tag, an dem der Brockhaus Verlag ankündigt, die <gedruckte Enzyklopädie einzustellen> und “voll aufs Internet” zu setzen, erscheint mit <wissen.spiegel.de> eine Plattform, die alles bisher Dagewesene im deutschsprachigen Raum in den Schatten stellt.

Die Verlage SPIEGEL und Bertelsmann verbünden sich mit der Wikipedia unter <wissen.spiegel.de> zu einer Allianz des Nachschlagbaren. Die geballte Macht aus Magazin-Wissen, Lexikon-Wissen und Web2.0-Wissen setzt den Brockhaus Verlag und seine für Mitte April <angekündigte Online-Enzyklopädie> gewaltig unter Druck.

<wissen.spiegel.de> macht einen sehr guten ersten Eindruck. Die Seite ist schmucklos-schlicht gehalten (Google läßt grüßen!) und die Suchergebnisse sind verschwenderisch ergiebig. Die Geschwindigkeit läßt noch zu wünschen übrig, aber die Recherche im Internet wird um eine Komponente reicher, und zwar um eine qualitativ hochwertige Komponente.

Druckversion Druckversion
veröffentlicht in Gegenwärtiges, Mediales, bisher keine Kommentare

Einen Kommentar abgeben

Bitte gib' Deine Daten ein. Die Emailadresse wird nicht veröffentlicht.
Name
Email
Website
Dein Kommentar