Diese Woche: Boards of Canada, “Dayvan Cowboy”, 2006; Regie: Melissa Olson.
Boards of Canada sind – der Name läßt nicht darauf schließen – Schotten. Schotten, die elektronische Musik machen, die ich an netten Tagen “sphärisches Geblubber” nennen würde. Hintergrundmusik für “Lounges” und “Chillout Areas” mit Latte Macchiatos und jeder Menge schrecklich unsympathischer cooler Leute.
Das Video allerdings ist sehr schön anzuschauen. Es geht von ganz oben nach unten, vom Fast-schon-Weltall ins ozeanische Naß. 1960 stieg der US-Air-Force-Pilot Joseph Kittinger mit einem Ballon bis in eine Höhe von 31.332 Meter, um sich dann herabfallenzulassen. Er trug dafür einen speziellen Druckanzug und hatte eine Kamera dabei, die diese faszinierenden Bilder aufgezeichnet hat.
Die Regisseurin des Clips ging noch einen Schritt weiter: was, wenn Kittinger auch noch ein Surfbrett dabei gehabt hätte? Und so kommen zu den Flug-/Fallaufnahmen ein paar sehr schöne Surfimpressionen. Dafür – ich kann es selbst kaum glauben – bildet “Dayvan Cowboy” die perfekte musikalische Untermalung und Boards of Canada erhalten von mir an einem netten Tag doch eine Daseinsberechtigung.
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