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Meine Lieblingsmusikvideos (26)

Diese Woche: Natalie Imbruglia, “Torn”, 1997; Regie: Alison Maclean.

Als ich “Torn” das erste Mal auf MTV sah, war es sofort um mich geschehen. Mein Gott, war die süß! Dieser casual look, die Strickjacke mit den zu langen Ärmeln, das Tanktop, die Struwwelhaare, diese Augen: ich war innerhalb von wenigen Sekunden hin und weg und unsterblich verliebt. Jedes Mal wenn ich das Video damals sah, erstarrte ich zur Salzsäule und mußte seufzen. Hach… 1997 war MTV noch ein richtiger Musiksender, den man durchaus als Radioersatz den ganzen Tag laufen lassen konnte. Was bedeutete, daß ich an Wochenenden sehr oft für vier Minuten und drei Sekunden erstarrte und seufzte, denn “Torn” war ein sehr großer Hit und wurde geschätzte 24 Mal am Tag gespielt. Hach… Vermutlich erstarrte eine ganze Generation von hingerissenen jungen Männern weltweit regelmäßig für vier Minuten und drei Sekunden. Das folgende Album, “Left of the Middle“, verkaufte sich sieben Millionen Mal. Hach…

Bei Dailymotion hat Natalie Imbruglia (/ɪmˈbruːliə/) einen eigenen Channel, in dem ihre Videos im Rahmen ihres Best-Of-Albums “Glorious: The Singles 97-07” als official content veröffentlicht wurden.

natalie-imbruglia-auf-dailymotion

Das Tolle daran ist, daß im System von Dailymotion Imbruglias “Torn” als jugendgefährdend eingestuft wird und man sich registrieren muß, um den Familienfilter auszuschalten und das Video zu schauen.

natalie-imbruglia-ist-jugendgefaehrdend.png

 
Ich habe keine Ahnung, wie es zu dieser Einstufung kommen konnte. “Schrecklich süß”, ok, that would be most agreeable. Aber “jugendgefährdend”? Obwohl… wenn ich mich recht erinnere, war ich 1997 fast noch jugendlich und wenn “zur Salzsäure erstarren und seufzen” als jugendgefährdend durchgeht, nun ja, dann ist Miss Imbruglia schuldig im Sinne der Anklage. Hach…

An den Erfolg von “Torn” konnte Imbruglia leider nie anknüpfen. Zwar veröffentlichte sie eine Menge weiterer solider Pop-Songs, pflichtbewußt und in tiefster Treue ergeben habe ich sie alle gehört, ein zweiter großer Wurf war jedoch nicht dabei. Aber süß war sie, jedes Mal. 2003 spielte sie in Rowan Atkinsons James-Bond-Persiflage “Johnny English” mit. Der Film war unsäglich, aber sie war süß. Wie immer. Bis heute. Ich glaube, ich krame gleich mal meine einzige Imbruglia-CD wieder hervor. Hach…

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