Heute ist ein trauriger Tag, denn heute … und es kommt mir schwer über die Tasten … heute habe ich mußte ich konnte ich <Franz Josef Wagner> zustimmen. Dieser Wagner ist ein schlimmer Finger. Er schreibt Briefe an Menschen, die ganz sicher keine Briefe von ihm bekommen möchten, und anstatt sie per Post oder per email zu verschicken, veröffentlicht er sie auf der zweiten Seite der BILD-Zeitung. Das ist wenig freundlich, fast schon dreist, denn so haben die Adressaten keine Möglichkeit, die Briefe von “FJW” einfach zu zerreißen und sie ihrem Bestimmungsort, dem Mülleimer, zukommen zu lassen. Heute hat Wagner einen Brief an Gabriele Pauli geschrieben, die renitente CSU-Öffentlichkeitsarbeiterin. Sehr oft über meistens bis (bis heute!) immer schreibt FJW einen – um es mit Rudolf Völler zu sagen – “Käse” zusammen. Vermutlich würde Herr Völler sogar das Wort “Scheißdreck” verwenden. Ich vermute, das hat er auch bereits des öfteren, denn – da bin ich mir sicher – den ein oder anderen “Brief” wird auch er schon von Herrn Wagner bekommen haben. Heute jedoch hat Franz Josef Wagner sich selbst übertroffen, ist aus seinem eigenen, fahlen Schatten getreten und hat in der Tat ein paar treffende Worte über Frau Pauli gefunden, Worte, die ausnahmsweise mal frei sind von seiner sonstigen Patina aus Populismus und Pathos:
“[...] Sie hätten eine große Frau werden können, aber Sie sind als Cover-Girl von „Bunte“ gelandet. Darf ich ehrlich sein, Frau Pauli? Ihr nächstes Titelbild erscheint wahrscheinlich im „Playboy“. Sie sind keine große Frau in der Republik geworden. Die großen Frauen der Republik heißen Frau Merkel, Frau Schavan, Alice Schwarzer, Claudia Roth, Frau von der Leyen. Das sind Frauen für die Zukunft. Sie sind es nicht. [...]”
Quelle: <BILD.de>, 27. September 2007.
Über seine Auswahl der “großen Frauen der Republik” läßt sich sicher vortrefflich streiten, aber der Kern stimmt. Das ist selten bei Wagner. In einer vom NDR im letzten Jahr gezeigten <Dokumentation> über sich bekannte er: “Manchmal quält mich schon, was ich da verzapft habe.” Mit dieser Meinung ist er ausnahmsweise einmal nicht allein.
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