Nach der Demission von <Stefan Aust> entwickelt sich die Nachfolgersuche beim SPIEGEL zu einem munteren Wer-will-noch-mal-wer-hat-noch-nicht. <Claus Kleber> bleibt doch lieber auf seinem Redakteursposten beim ZDF <statt an die Brandstwiete zu wechseln> (<Foto>). So wird aus der Suche langsam eine Rasterfahndung: männlich, ~50, deutsch, bereits in einer Führungsposition. Schade, daß <der Kaiser> schon über 60 ist.
Designiert-kopflos läuft der SPIEGEL weiter und trennt sich nun auch von Teilen seines Rumpfes. Wie der Tagesspiegel <berichtet> wird Matthias Matussek degradiert. Er soll ab sofort nicht mehr einer von zwei Leitern des Kulturressorts sein, sondern lediglich weiter als Autor und Blogger arbeiten.
“In der Kulturredaktion sei Matussek nicht länger zu ertragen gewesen, sein Führungsstil, insbesondere sein Umgang in Wort und Auftreten, habe selbst frühere „Matussek“-Jünger in die Opposition getrieben.”
Tagesspiegel, <”Matussek – was nun?”>
Der im weiteren Text angestrebte Vergleich mit <Franz Josef Wagener> aber hinkt: während Wagner ein einziges pathetisch-polemisches Ärgernis ist, weiß Matussek zumindest mit seinem Blog zu gefallen. Auf der Seite von <Stefan Niggemeier> findet man einen <Mitschnitt eines Radiointerviews> (in dem Matussek fälschlicherweise als “Vize”-Kulturchef bezeichnet wird und schön nachtragend reagiert). Die Kommentare zum Eintrag zeichnen ein Bild der Matussek-Rezeption: entweder man mag ihn oder man haßt ihn. Vielleicht ist der Vergleich mit Wagner doch nicht so weit hergeholt.
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