Die All Saints sind meine Lieblingsgirlgroup aller Zeiten. Die ersten beiden Alben sind voller zuckersüßer Sirupmelodien, der harmonische Wechsel-Singsang wird nur noch von den Libertines übertroffen. Ich kenne zwar außer Wolfgang Doebeling vom Rolling Stone keinen anderen bekennenden Saintie-Boy, aber das soll uns beide nicht stören. Girlgroupmonogamist der ich bin hat nie eine andere Band mein Herz erobern können. Von Zeit zu Zeit gelingt es manchen Konkurrentinnen, für einen Song ein ähnliches Aha-Erlebnis in meinen Gehörgängen herzustellen. Den Sugababes (Version 1.0) gelang das 2001 mit “Run For Cover”. Dazu gesellt sich jetzt eine weitere Formation.
Girls Aloud, der “Band” um Spielerfrau Cheryl Cole, gelingt es mit “The Promise” spielend, sich in meinen Ohren festzusetzen.
Das ist Honig in meinen Ohren. Nach kurzer, lähmender Faszination frage ich mich, warum ich denn nicht schon eher auf die Damen aufmerksam geworden bin. Eine kleine Reise in die YouTube-Gefilde klärt mich auf: die Mädels sind grottig.
Und wie um mich zu beschwichtigen – “Hey, keine Angst, wir sind nicht gekommen um zu bleiben” -, kommt die aktuelle Single erwartungsgemäß schlecht und verboten daher. Da kann Cheryl noch so süß sein.
Q.e.d.: die lauten Gossenmädchen können den Allheiligen nichts anhaben.
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