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Warum Desmond David Hume Odysseus ist

Mein Lieblingscharakter bei “Lost” ist Desmond, der gestrandete Schotte, was – zugegeben – vielleicht ein klitzekleinwenig an seinem schottischen Akzent liegt, vor allem aber an der schönen Analogie zu Odysseus, dem griechischen Sagenhelden, dessen Geschichte ich als kleiner Junge schon wunderbar fand.

Odysseus zieht in den trojanischen Krieg, nach dessen Ende er dauernd irgendwo strandet.

Desmond reist auf einem Schiff um die Welt und strandet auf “Der Insel“.

Odysseus will einfach nur zurück zu Penelope.

Desmond will einfach nur zurück zu Penelope Widmore.

Odysseus Gemahlin ist eine spartanische Königstochter.

Desmonds Herzensdame ist die Tochter des mysteriösen Industrie-Magnaten Charles Widmore (und das Millieu der Industrie setze ich hier mal mit “Kriegshandwerk” gleich).

Penelope gibt die Hoffnung, daß Odysseus heimkehrt, nie auf, in all den zwanzig Jahren nicht.

Penelope gibt die Hoffnung, daß Desmond heimkehrt, nie auf, in all den acht Jahren nicht.

Als Odysseus zu seiner Frau zurückkehrt, passiert das “with a bang”: er bringt alle Verehrer seiner Frau, die an seinem Hof herumlungern, um.

Als Desmond und Penny sich wiedersehen, passiert das auch “with a bang” (ich will hier nicht spoilern…).

Wie Odysseus und Penelope in der Antike nach 20 Jahren Trennung miteinander auskamen, ist nicht überliefert. Ebenso ungewiß ist, was Desmond und Penny in “Lost” noch erwartet…

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