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Der arme Kerl

John Terry, Kapitän des FC Chelsea und tragische Figur des Champions-League-Finals, ist der erkorene Unglücksrabe des Spiels und wird ob seines verschossenen Elfmeters wie die Sau durchs Internetdorf gejagt.

terryuo1Ausrutschen wird fürs erste mit John Terry in Verbindung gebracht werden. Damit löst er David Beckham, berüchtigt für seine EM 2004, als Rutschelfmeterist ab, so wie er ihn nach der WM 2006 bereits als Kapitän der englischen Nationalmannschaft abgelöst hatte. Dabei hatte sicherlich der Rasen einen nicht unerheblichen Anteil an seinem Mißgeschick, andere Spieler rutschten ebenfalls aus, z. B. Uniteds Keeper van der Sar. Allerdings nicht beim Elfmeterschießen. Vor dem Spiel hatte Terry noch erklärt, der Rasen sei für beide Mannschaften gleich und daher kein Faktor. Man werde sich die passenden Schuhe raussuchen und dann werde man sich keine Sorgen wegen des Belags machen müssen. So kann man sich irren, Johnny Boy!

So schuldig er auch an seinem Fehlschuß ist (ja klar, der Rasen…), weder hat Terry eine rote Karte kassiert (Drogba) noch hat er den entscheidenden Elfer verschossen (Anelka). Ein Kommentar beim FIVER des Guardian stellt daher auch die Frage:

“If John Terry was taking Didier Drogba’s place in the shootout, is that why he fell over in the penalty area without anyone touching him?” – Tim Woods.
The Fiver, Friday May 23, 2008

Für Terry, so befand The Fiver, war das Ausrutschen auch nichts Neues:

He slipped rather than bottled his penalty, which is a hell of a lot better than his usual trick of slipping on his own urine in trendy London nightclubs.
The Fiver, Thursday May 22, 2008

Harte Zeiten für John Terry. Aber er sollte sich nicht grämen: in drei Wochen beginnt die Fußball-EM und es werden sich jede Menge neuer Säue finden, die durchs Dorf gejagt werden wollen. Er selbst wird dann aus dem Schneider sein, denn mit der englischen Nationalmannschaft hat er sich erst gar nicht für die EM qualifizieren können. Vielleicht bedauert er das jetzt nicht einmal.

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