Die NBA Saison 2007/08 ist jetzt einen Monat alt: Zeit, um sie auf Tendenzen und Enttäuschungen zu untersuchen und die brennendsten Fragen zu beantworten.
Warum sind die Bulls so miserabel gestartet?
Unter Scott Skiles starten die Bulls für gewöhnlich erst in der zweiten Saisonhälfte duch. Dennoch gibt der miese Auftakt (7-12) Grund zur Sorge. Denn nicht nur die Wurfquote der Bulls ist unterirdisch, es stimmt positionell im Team nicht. Durch den Trade von <LaMarcus Aldridge> (Power Forward) zu den Portland Blazers kam zwar mit <Tyrus Thomas> (Small Forward) ein vermeintlich größeres Talent, dennoch ist es Aldridge, der in Portland das Statsheet ausfüllt während den Bulls eine Post-Präsenz unter den Körben fehlt. Bis auf <Luol Deng> sind alle Bulls statistisch schlechter als letzte Saison, so daß zwangsläufig Scott Skiles zur Disposition steht. Aber die Bulls werden sich hüten, einen Klasse-Trainer wie Skiles zu entlassen. Vielmehr werden sie versuchen, per Trade nachzurüsten oder vielleicht gar das ganze Team in die Luft jagen, um einen großen Namen wie <Pau Gasol> oder sogar <Kobe Bryant> an Land zu ziehen.
Warum ist Dirk so schlecht?
Dirk ist nicht schlecht. Er ist (schlimmstenfalls) statistisch schwächer als letzte Saison. Es ist vielmehr so, daß die Mavericks dazugelernt haben. Dirk in 82 Regular-Season-Spielen zu verheizen hat in den letzten beiden Jahren je einen Kollaps in den Finals und sogar in der ersten Playoffrunde produziert. Jetzt versucht Avery Johnson, der Head Coach der Mavs, sowohl Dirk als auch Aufbau Jason Terry zu schonen und die Spielanteile auf die Schultern der anderen Spieler zu verteilen. So ist die Scoring-Option Nummer Zwei neben Dirk nun ganz klar <Josh Howard>, der das Vertrauen mit 22 Punkten pro Spiel zurückzahlt. <Jason Terry> kommt als Energiebündel nur von der Bank, den Starter auf der Aufbauposition gibt <Devin Harris>, der in seinem vierten Jahr als Profi die Zügel der Mavericks-Offense in die Hand bekommen hat. Für Dirk bedeutet das weniger Würfe, aber auch weniger Minuten. Die Mavericks hoffen, so in den Playoffs auf ein ausgeruhteres Duo Nowitzki/Terry bauen zu können.
Sind die Celtics unbesiegbar?
Nein, denn sie haben ja bereits zwei Saisonniederlagen. Zweifellos sind die Celtics weitaus <stärker als jeder vermutet hat>. <Ray Allen> und <Kevin Garnett> passen sich hervorragend an und dem Platzhirsch <Paul Pierce> scheint es nichts auszumachen, das Scheinwerferlicht zu teilen, solange dabei nur mehr Siege als in den Vorjahren herauskommen. Wenn sie von Verletzungen verschont bleiben, werden die Celtics in den Playoffs ein großer Favorit auf den Eastern-Conference-Titel sein. Aber es bleibt abzuwarten, wie sie gegen eine erfahrene und routinierte Mannschaft wie die Detroit Pistons in einer Best-of-seven-Serie abschneiden würden.
Kann ein MVP-mäßiger Lebron James die Cleveland Cavaliers erneut in die Finals führen?
Nein. So groß <Lebron James> auch auftrumpft (und das ist SEHR GROSS!), so unausgegoren ist der Rest der Mannschaft. Im Osten, mit den stark aufspielenden Orlando Magic, den erfahrenen Detroit Pistons und den renovierten Celtics wird in diesem Jahr nichts zu holen sein für die Cavs, auch wenn Lebron sicher die ein oder andere Playoff-Gala hinlegen wird. Aber im Gegensatz zu ihm sind seine Mitspieler nicht besser als letztes Jahr.
Wer wird Meister?
D e r Favorit schlechthin sind nach wie vor die San Antonio Spurs. So wenig man sie auch anschauen mag, so famos spielen sie als Team zusammen. <Manu Ginobili> spielt von der Bank 20 Punkte, 5 Rebounds und 4 Assists pro Spiel und sorgt für den Energiefunken, der das Spiel der Spurs vorantreibt. Zusammen mit <Tim Duncan> und <Tony Parker> bildet Ginobili ein schwer auszurechendes Trio Infernale.
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